Aufgrund der Beschränkungen durch die Corona-Krise ist in der Schweiz eine Rezession mit einem Rückgang des BIP von bis zu 8 Prozent zu erwarten. Zwar ist in der zweiten Jahreshälfte eine Wiederbelebung der Konjunktur prognostiziert, es wird jedoch eine gewaltige Herausforderung für den Tourismus, wieder an die Zahlen der vergangenen Jahre anzuknüpfen. Die europäische Hotellerie wird nach Einschätzungen des Datenunternehmens STR im Jahr 2020 einen Rückgang in RevPar (Umsatz pro verfügbares Zimmer) von 37 Prozent infolge der Corona-Pandemie erfahren. Für 2021 wird eine Zunahme von 41 Prozent erwartet. Eine Rückkehr zum Niveau von 2019 wird für 2022 prognostiziert.

 

Die Entwicklung der Hotelauslastung in China zeigt, dass ein paar Monate nach dem Ausbruch mit einem leichten Aufschwung gerechnet werden kann. Entscheidend dabei wird die Binnennachfrage sein, die sich in Krisenzeiten robuster als die Nachfrage von ausländischen Gästen erweist.

Der Tourismus ist in vielen Ländern der Schlüssel zum wirtschaftlichen Fortschritt und gehört zu den grössten und bis zur Corona-Krise am schnellsten wachsenden Wirtschaftssektoren weltweit. Im Tourismus sind rund 10 Prozent aller weltweit Beschäftigten tätig. Die Grenze von 1 Milliarde Touristen weltweit wurde im Jahr 2012 überschritten; 2019 betrug die Anzahl internationaler Ankünfte bereits 1,5 Milliarden, was deutlich über den Prognosen der World Tourism Organization lag. Durch die Corona-Pandemie müssen diese Prognosen jedoch revidiert werden. Die Welttourismusorganisation rechnet mit einem Rückgang der internationalen touristischen Ankünfte um 20 bis 30 Prozent für das Jahr 2020, was Rückgänge von 300 bis 450 Milliarden US-Dollar bedeuten würde.