Der weltweite Tourismus hat in den letzten Jahrzehnten stark zugenommen. Im Jahr 2017 wurden nach Angaben der UNWTO über 1,23 Milliarden weltweite, grenzüberschreitende Reiseankünfte gezählt. Zum Vergleich: 1950 waren es 25 Millionen.

 

  • Die Länder mit den höchsten internationalen Tourismusausgaben waren 2017 China, USA und Deutschland.
  • Die beliebtesten Reiseziele von Touristen aller Nationen sind Frankreich, USA und Spanien.
  • Nach Angaben zur Verteilung der Verkehrsmittel bei Reisen weltweit sind Flugzeug und Auto die beliebtesten Transportmittel. Im Jahr 2017 wurden in der weltweiten Luftfahrt rund 40 Millionen Flüge getätigt. Für das Jahr 2018 wird ein Umsatz mit Passagieren im Flugverkehr von 530 Milliarden US-Dollar prognostiziert.
  • Im Beherbergungsgewerbe, speziell in der Hotelbranche, konnte die Region Naher Osten/Afrika 2017 einen Erlös von knapp 85 Euro pro verfügbarem Zimmer (RevPAR) erzielen. Amerika erreichte im Vergleich einen RevPAR von rund 74 Euro, Asien/Pazifik rund 66 Euro und Europa rund 79 Euro.
  • Die größte Hotelgruppe weltweit nach Anzahl der Hotelzimmer ist Marriott International mit rund 1,17 Milliarden Zimmern.

 

Zahlen & Fakten zum Thema Reiseziele 

Im Zuge der Globalisierung, des steigenden Wohlstands und des ausgebauten Luftverkehrs reisen nahezu alle Menschen problemlos von einem Land in ein anderes. Weltweit verreisten im Jahr 2017 etwa 1,4 Milliarden Menschen – gemessen an internationalen Touristenankünften.

  • Aktuell ist das beliebteste Reiseziel weltweit Frankreich mit rund 79,9 Millionen Besuchern im Jahr. Demnach besuchten mehr Touristen das Land, als es selbst an Einwohnern hat (Stand 2017: 66,8 Millionen).
  • Das zweitbeliebteste Reiseziel aller Nationen nach Anzahl der internationalen Besucher sind die USA mit rund 85,7 Millionen Gästen. Zum Vergleich: Deutschland zählte im selben Zeitraum rund 39,6 Millionen Menschen, die die Republik bereisten.
  • Jahrelang war Deutschland unangefochtener Reiseweltmeister, doch China löste Deutschland im Jahr 2012 ab. Dennoch sind die Deutschen nach wie vor eine reisefreudige Nation und gaben im Jahr 2016 hochgerechnet rund 76 Milliarden Euro für Auslandsreisen aus.
  • Das beliebteste Reiseziel der Deutschen im Ausland ist Spanien. Bei einer Umfrage des Allensbacher Instituts unter der deutschsprachigen Bevölkerung über getätigte Urlaubsreisen in den vergangenen zwölf Monaten gaben die Befragten am häufigsten Spanien an.
  • Ebenfalls sehr beliebt unter den Deutschen sind Italien und die heimatliche Ostsee. Bei einer aktuellen Umfrage der Stiftung für Zukunftsfragen über geplante Reiseziele im kommenden Jahr hat fast jeder Vierte angegeben, in Deutschland Urlaub machen zu wollen.

 

Zahlen & Fakten zum Tourismus in der Schweiz

  • Die Tourismusindustrie spielt für die Wirtschaft in der Schweiz eine bedeutende Rolle. Mit rund 16 Milliarden Schweizer Franken an Einnahmen aus dem ausländischen Reiseverkehr gehört der Schweizer Tourismus darüber hinaus zu den wichtigsten Exportbranchen des Landes. Im gleichen Zeitraum stieg der Umsatz des Wirtschaftszweiges auf rund 35,3 Milliarden Schweizer Franken. Für 2025 rechnet der World Travel & Tourism Council mit einem Umsatzwachstum auf mehr als 50 Milliarden Schweizer Franken.
  • Der Passagierverkehr, das Beherbergungsgewerbe und die Verpflegung in Gaststätten und Hotels sind die wichtigsten Einnahmequellen der Tourismusbranche in der Schweiz. Im Jahr 2016 waren diese drei Produkte mit zusammen knapp 13 Milliarden Schweizer Franken für mehr als 50 Prozent der touristischen Bruttowertschöpfung verantwortlich.
  • Etwa 9,8 Millionen Ankünfte ausländischer Touristen wurden im Jahr 2016 in den Beherbergungen der Schweiz registriert. Das Hotel ist dabei immer noch die beliebteste Art der Unterkunft: 42,3 Prozent der nationalen und internationalen Reisenden in der Schweiz übernachteten in Hotel- und Kurbetrieben.

 

Zahlen & Fakten zum Wintertourismus

Der Wintertourismus ist eine Form des Tourismus, der zeitlich auf die Wintersaison und räumlich auf Gebirge oder Hügel mit Schneefall eingegrenzt ist. Insbesondere umfasst dieser Begriff schneegebundene Aktivitäten wie zum Beispiel Skifahren oder Snowboarden. Etwa 30 Prozent der Teilnehmer einer Statista-Umfrage im Dezember 2016 gab an, in jedem Winter eine Urlaubsreise zu machen.

  • Zu den wichtigsten Ski-Nationen nach Skifahrern und Snowboardern zählen die USA, Deutschland und Japan. Mit rund 14,6 Millionen Personen ist Deutschland die zweitgrößte Ski-Nation der Welt.

In China befinden sich die meisten Skigebiete weltweit; Deutschland belegte mit 498 Skigebieten im Jahr 2016 den dritten Platz. Die höchste Anzahl an Skier-Days liegt in den USA mit rund 54,2 Millionen im Durchschnitt der letzten 5 Saisons 2008/2009 bis 2015/2016 vor. Unter Skier Days versteht man Gäste, die an einem Tag das erste Mal eine Liftanlage nutzen, d. h. auch bei mehrmaliger Beförderung wird pro Gast nur ein Skier Day berechnet.

 


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Hotelleriesuisse 2017

Kennzahlen der CH-Hotellerie 2016